Tagesausflug:   Basel                      Freitag, 23. August 2019

AUSFLUG BASEL

 

 

Spalenberg 77 A  - eine längst vergangene Radiosendung. So fuhren 28 Mitgliederinnen und Mitglieder Ende August nach Basel. Gleich nach Ankunft im Bahnhof Basel SBB begab sich die Gruppe gleich ins Kaffee Tibits am neu gestalteten, mit Brunnen und Skulptur «Die Spirale» versehenen Meret Oppenheim Platz. Im modern gestaltetem Gebäude von den Architekten Herzog & De Meuron befinden sich das Radio und Fernsehen SRF und 100 Mietwohnungen (vermutlich nicht ganz billig).

 

Frisch gestärkt fuhr die Gruppe mit dem Bus zum Spalentor, wo man viel über das 1230 erstmals erwähnte Spalen, was soviel heisst wie Pfahl oder Palisade, erfuhr. Das Erdbeben von 1356 zerstörte die Stadt, welche sofort wieder aufgebaut wurde, doch im 19. Jahrhundert wurden die Ringmauern, Türme usw. geschleift, übrig blieb der imposante Bau des Spalentors. Durch die kundige Führung eines Mitgliedes (Name der Redaktion bekannt) ging die Zeitreise weiter durch die Altstadt. Nicht unerwähnt soll auch das «Baslerdybli» sein, eine mehrfarbige Briefmarke, die erste der Welt, und nur für den Kanton Basel entworfen. Schon gings weiter durch die Spalenvorstadt, wo man auf eine rote Mauer traf, welche symbolisch die alte Mauer zeigen soll. Es gäbe noch viel zu erzählen, erwähnt sei der Heuberg mit dem Spiesshof, zum Gemsberg, wo eine ungewöhnliche Illusionsmalerei freigelegt wurde, zum Spalenberg, dem Kleintheater mit dem legendären HD Läppli, auch hinter dem Restaurant «Gifthüttli» versteckt sich eine spannende Geschichte. Nach dieser eindrucksvollen Geschichtsreise erreichte man die Schifflände für die Fahrt auf dem Rhein, wo uns ein leckeres Mittagessen serviert wurde. Während des Mittagessens genoss man die Sicht vom Rhein aus auf die wunderbaren Häuserzeilen der Altstadt, auf die Industrieanlagen und auf das Dreiländereck. Schon bald nach der kurzweiligen Fahrt legte das Schiff beim traditionellen Hotel «Les Trois Rois» an, denn ab hier begann der dritte Teil der Kulturreise Basels. Auf dem Marktplatz herrschte emsiges Treiben, allerdings nicht mehr wie zwischen 1610 bis 1830, der als Richtplatz für Frevler und Uebeltäter diente. Längere Zeit verweilte die Gruppe beim Rathaus, denn hier gab es viel zu erzählen. Vorbei am Rheinsprung 10, dem Haus des Turmbläsers, gings dann über die Mittlere Rheinbrücke zum Rheinweg. Viele Schwimmer konnten im Rhein beobachtet werden, welche sich in den Fluten treiben liessen, ihre Kleider in wasserdichten Säcken verpackt. Was wäre Basel, wenn man nicht einmal mit der Fähre den Rhein auf das andere Ufer überquert hätte, den wer kennt nicht den Spruch «Verzell das am Fährima». Von der Fähristation gings weiter zur Pfalz, ein geschichtsträchtiger Hügel, der schon im 1. Jh. vor Christus von den Kelten besiedelt war, bevor die Römer den Münsterhügel besetzten. Vor dem frühromanischen Heinrichs-Münster konnte man wiederum sehr viel geschichtsträchtiges erfahren, das heutige Wahrzeichen Basels, hier fand auch das Basler Konzil zwischen 1431 und 1449 statt. Ueber den Münsterplatz, die Münstergasse gings zum Barfüsserplatz wo unsere Tour endete. Gemütlich gings zum Bahnhof, wo wieder ein reservierter Bahnwagen für die Rückreise bereit stehen sollte, ja sollte, denn die Anzeigetafel versprach nichts Gutes: unbekannte Verspätung, so dass man auf einen Regionalzug ausweichen musste, mit vorsintflutlichen und schmutzigen Wagen, nicht gerade ein Vorbild für die SBB, trotzdem erreichte die Gruppe wieder Zürich, müde und versehen mit vielen interessanten Eindrücken über Basel, welche nicht nur aus dem FCB, der Chemie und Basler Läckerli besteht, nicht zu vergessen, dem Morgestreich.  Der Basler Reiseleiterin gebührt ein ganz herzliches «Dankeschön» für die kompetente Führung durch das historische Basel. (hrv)