Bericht: Linth-Zeitung

Der Freizeitclub 60 Plus organisiert Anlässe für unternehmungslustige Menschen der Region. Wobei der Club ein gutes Stück über das Linthgebiet hinaus aktiv ist.

 

Linth-Zeitung

 

Montag, 21. Januar 2019, 18:35 Uhr

 

Immer wieder unterwegs: Die Mitglieder des Freizeitclubs 60 Plus unternehmen verschiedene Ausflüge, wie hier bei einer Führung am Flughafen Zürich.

Herzlich willkommen auf unserer Homepage und schön, dass du uns gefunden hast.» So werden Interessierte beim Freizeitclub 60 Plus begrüsst, wenn sie im Internet nach dem Verein suchen. «Wir sind ein offener Club, der für Abwechslung bei den Freizeitaktivitäten unserer Mitglieder sorgen möchte. Grundsätzlich soll sich jeder bei uns wohlfühlen», erklärt Hans Rudolf Vogel. Im Verein Freizeitclub 60 Plus ist er zuständig für das Ressort Event und Presse. Vor sich ausgebreitet hat er Unterlagen des Clubs. Diese zeugen von einer regen Vereinstätigkeit. Die Mitglieder mögen es nämlich gesellig. Sie besuchen gemeinsam Museen, unternehmen Wanderungen, besichtigen Firmen oder treffen sich, ganz einfach, zu einem Höck.

Diese Höcks sind fixe Bestandteile des Jahresprogramms. Da ist der Drei-Königs-Höck im Restaurant «Sageli» in Rapperswil-Jona. Bei dem steht das Rösti-Essen im Fokus. Weiter folgt der Sommerhöck im Restaurant «Hof» in Bollingen. Auch hier sind Gaumenfreuden eingeplant. Das Jahr wird abgerundet mit dem Schlusshöck in einer Pizzeria in Tann. Ist das Wetter draussen garstig und kalt, so sorgt der Freizeitclub 60 Plus mit italienischen Spezialitäten wenigstens auf dem Teller für Sommerwärme.

Interessante regionale Museen

Einmal pro Jahr steht ein Museumsbesuch an. Hans Rudolf Vogel sagt: «Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele interessante Museen unsere Region zu bieten hat.» Einmal besichtigten sie das Nähmaschinenmuseum. Anfänglich sei er etwas skeptisch gewesen. Zumal er, der Aviatik-Fan und frühere Reisebüroleiter, in seinem Leben den Nähmaschinen bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt habe. Doch Vogel revidierte seine Bedenken. «Das war ein hochinteressanter Ausflug», fasst er zusammen.

So ergehe es den Mitgliedern öfters. Sie erweitern den eigenen Horizont, zusammen mit Menschen der Region, welche dieselbe Wellenlänge haben. Wobei die Wohnorte der Mitglieder über das Linthgebiet hinaus reichen. Nebst Vertretern der Region See und Gaster sind auch Mitglieder aus dem Zürcher Oberland und solche, die rund um den Pfannenstil wohnen, im Verein. Wer im Freizeitclub 60 Plus mitmischt, denkt grossräumig.

Wann immer möglich, wird bei den Reisen auf den öffentlichen Verkehr gesetzt. Dann treffen sich die Freizeitclübler an einem Bahnhof und ziehen von dort in die verschiedensten Winkel der Schweiz. Sei es für einen Tagesausflug auf die Rotenflue SZ, zur Insel Mainau oder zum Wandern an den Rhein – den Schweizer Reisezielen scheinen keine Grenzen gesetzt. Welche Aktivitäten den Weg ins Jahresprogramm finden, entscheidet der Vorstand. Oft stammen die Ideen aber auch von Mitgliedern. Meist organisieren die Initianten dann den Ausflug selber.

Den Tiefpunkt überwunden

Der Vorstand ist ganz unkompliziert. Zwei Sitzungen und eine Hauptversammlung im Jahr reichen, um die Vereinsgeschicke zu leiten. «Das liegt wohl daran, dass jeder weiss, was zu tun ist», sagt Hans Rätzer. Er ist der Präsident des Freizeitclubs 60 Plus und kann auch auf das Engagement seiner Mitglieder zählen. In jüngster Zeit erlebte der Club einen Mitgliederzuwachs. Das war nicht immer so. «Wir mussten aktiv werden», so Vogel.

Der über 60-jährige Verein, gegründet als Auto-Radfahrerclub Rüti, erlebte seinen Tiefpunkt vor wenigen Jahren. Die daraus resultierende Namensänderung brachte den erhofften Erfolg. «Wir fahren längst keine Autorallye mehr und grosse Velotouren gehören auch der Vergangenheit an», erklärt Rätzer augenzwinkernd. «Bei uns besteht vielmehr die Möglichkeit, Freunde zu finden und gemeinsam mehr zu erleben. Wir möchten einfach zusammen Spass haben.»

Das Alter ist nebensächlich

Obwohl der Verein Freizeitclub 60 Plus heisst, ist das Alter der Mitglieder nebensächlich. «Bei uns dürfen alle aktiv dabei sein, die zu uns passen und mit uns etwas erleben möchten», versichert Vogel. Rätzer nickt zustimmend und ergänzt: «Seit einiger Zeit bietet der Verein die Schnuppermitgliedschaft an. Da können Interessierte ganz unverbindlich für nur zehn Franken an drei Anlässen teilnehmen.» Generell achtet der Verein darauf, die Mitgliederbeiträge tief zu halten. Die Finanzen sollen niemanden am Dabeisein hindern.